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Das Küsteum in Sande Altmarienhausen beherbergt eine interessante Küstenschutz-Ausstellung und viele Exponate aus der Haus- und Landwirtschaft sowie eine vollständig ausgestattete Schmiede, so wie sie in und um Sande in den vergangenen Jahrzehnten im Einsatz waren.

 

-        Die Küstenschutzausstellung

DSC03123bDie Entwicklung unserer Region wäre in den letzten Jahrhunderten ohne den Deichbau nicht möglich gewesen. Zu stark sind die Kräfte der Natur und der Gezeiten. Ein immerwährender Kampf des Menschen um seinen Lebensraum.

Deichbau erforderte anfangs den Einsatz von vielen Menschen, die in harter körperlicher Arbeit mit einfachen Werkzeugen gewaltige Erdmassen bewegen mussten. „Wer nicht will deichen, der muss weichen“ - ein Motto, dass bis in unsere Tage und auch zukünftig gilt, will der Mensch weiter in unserer Region (über-) leben.

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-        Die haus- und landwirtschaftliche Ausstellung

Liebevoll zusammengetragen, gehegt und gepflegt findet man hier Exponate, die einen Einblick in die Hauswirtschaft und die Landwirtschaft vergangener Tage geben. Dabei findet man so manches Kuriosum, über das wir heute nur noch schmunzeln, das aber zu seiner Zeit eine wichtige Aufgabe erfüllte.

Interessant auch einige große Landwirtschaftsmaschinen, die oft mit großem Aufwand restauriert wurden, um sie der Nachweltzu erhalten.
Viele Exponate sind voll funktionsfähig und werden zu besonderen Anlässen zu Schauzwecken in Betrieb gesetzt.

 

-        Die Schmiede „Eggers“

Eine große Besonderheit stellt die Museumsschmiede dar, die bereits mehr als 25 Jahre existiert und regelmäßig zu Schauzwecken in Betrieb genommen wird. Die Schmiede wurde der Gemeinde Sande mit allem Inventar von der Witwe Eggers gestiftet.
Fast von Anfang an betreut Benno Willmann die Schmiede, in der er als Jugendlicher seine Lehre absolviert hatte. Sein damaliges Gesellenstück ist heute Bestandteil der Exponate!

In den Sommermonaten kann man Benno und die anderen Museums-Schmiede an jedem Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr bei ihrer Arbeit beobachten. Wer selber einmal das alte Handwerk ausführen möchte, dem wird das gern ermöglicht. Besonders für Kinder bleibt es oft ein unvergessliches Erlebnis, wenn sie sich ihren eigenen Ziernagel schmieden dürfen.

Das Küsteum ist wesentlich mehr, als ein Sammelplatz alter Dinge, es ist ein lebendiges Museum, das von aktiven Senioren gehegt und erhalten wird. Die Mitglieder der AG Altes Sande haben hier eine Aufgabe gefunden, bei der es nicht nur um Zeitvertreib im Ruhestand geht, sondern darum, in einer Gemeinschaft netter Menschen Kontakte zu pflegen, Spaß zu haben, einer sinnvollen Aufgabe nachzugehen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und die kommenden Generationen zu leisten.

Idealisten, die sich dieser Aufgabe stellen möchten, sind bei uns jederzeit willkommen - selbstverständlich auch, wenn sie noch keine Rentner oder Pensionäre sind.

Also - einfach mal reinschauen!